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Ein erster Versuch, die alte Chemnitzer Fabrik zu beleuchten, indem die zwei schon ewig rumliegenden blauen Scheinwerfer einfach mal eingeschalten wurden. Okay, die Illumination - hier ein Blick vom Südbahnhof - hat noch deutliches Verbesserungspotenzial, aber trotzdem ergab schon  eine recht ungewohnte und unwirkliche Atmosphäre.

Es ist ja eigentlich schade, dass nach und nach die alte Chemnitzer Industriearchitektur verschwindet, auch wenn es aus ökonomischer Sicht absolut nachvollziehbar ist. Aber noch gibt es hier in Chemnitz alte Fabriken, und auch "unsere Fabrik" wird hoffentlich noch eine Weile durchhalten. Auffällig ist aber schon, dass sich die Chemnitzer Skyline in den Jahren seit der Wende stark verändert hat. Nur noch selten sieht man alte Schonsteine aus Ziegeln, die das wohl deutlichste Symbol des Industriezeitalters waren.

   
       
 

 

 
       

 

Unsere Werkstatt (der Flachbau im Vordergrund) war eine alte Kompressorenhalle mit direkter Verbindung zur Fabrik. Die Chemnitzer Fabrik wurde 1890 von Bernhard Gläss als Werkzeugmaschinenfabrik gegründet. Später wurden hier Zahnräder und Fahrzeuggetriebe gefertigt. Noch heute werden nach eigenen Angaben in Fortführung der Tradition von Bernhard Gläss in der Chemnitzer Zahnradfabrik Getriebe hergestellt, allerdings natürlich an einem anderen Standort.

   
       
     
       
     
       
 

Nach Pressemeldungen kommt der Abriss von "unansehnlichen" Industrie-Ruinen in Chemnitz in Gang. Bis 2013 sollen zehn weitere ehemalige Fabriken verschwinden. Dazu zählen:

Union-Bäckerei an der Kalkstraße

Wäscherei an der Fürstenstraße 123 auf dem Sonnenberg

Molkerei an der Forststraße in Hilbersdorf

Fabrik an der Zschopauer Straße 52

Fabrikgebäude an der Zschopauer Straße 63 bis 65

Trikotagenfabrik an der Carl-Hertel-Straße in Schönau

Kasernen an der Heinrich-Schütz-Straße

Elite-Diamant-Werk an der Nevoigtstraße

Hunger-Hydraulik an der Uferstraße

Gebäude des ehemaligen Chemiehandels an der Schmerbachstraße

Es könnte jedoch sein, dass es zumindest für einige Ruinen doch noch eine etwas verlängerte Gnadenfrist gibt: Aufgrund der knappen kommunalen Haushaltslage könnte es zu Problemen beim Aufbringen des mds. zehnprozentigen Eigenanteils der Abrisskosten kommen:)

 

   
       
       
       
       
       
       
       

 

 

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Großenhain, Dresden, Chemnitz 1995-2010

 

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